Katzenkauf
Katzenbabys vom Züchter kaufen
5 years, 2 months ago Posted in: Katzenkauf 0
Katzenbabys vom Züchter kaufen
Flickr / Sneakerdog

Woran erkenne ich einen guten Katzen-Züchter?

Wenn man eine Rassekatze haben möchte, dann sollte man sich an einen oder mehrere Züchter wenden. Obgleich es hier natürlich auch schwarze Schafe gibt, kann man bei einer Katze vom Züchter eigentlich von einen guten Haltung und einer guten Sozialisation ausgehen.

 

Wissen

Viele Züchter sind in einem Zuchtverein angemeldet. Hier helfen sich die Mitglieder gegenseitig bei Problemen, zudem wird auch regelmäßig kontrolliert, ob nicht zu oft geworfen wird. Gute Katzenzüchter kennen sich mit Genetik aus und wissen, welche Tiere man nicht verpaaren sollte.

Der Kauf eines Katzenbabys bei einem Züchter hat zudem den Vorteil, dass man sich immer wieder bei Problemen an ihn wenden kann – ein guter Katzenzüchter ist lebenslang so etwas wie ein „Berater“ (auch wenn er natürlich nicht allwissend ist). Er wird Interesse daran haben, dass es seinen Tieren nach der Abgabe gut geht.

 

Beim Züchter vor Ort

Wenn Sie die Katzen besuchen, schauen Sie sich ruhig um, fragen Sie nach den Eltern des Wurfs und erkundigen Sie sich

Kätzchen spielen auf dem Sessel

Flickr / Flopperdog

generell nach der Aufzucht und nach der Wurffrequenz. Die meisten Züchter haben auch ein extra Katzenbaby-Zimmer mit Kratzgelegenheiten und Spielzeug, aber natürlich dürfen die Tiere sich auch überall in der Wohnung beziehungsweise im Haus aufhalten, also mit der Familie leben.

Schauen Sie auch genau hin, wie viele andere Rassen gezüchtet werden – die meisten Züchter haben sich auf eine Rasse, maximal zwei, spezialisiert. Man muss sich schon über eine einzige Rasse sehr viel Wissen aneignen, um sehr gut züchten zu können.

Kätzchen aus seriöser Zucht werden nicht vor der 12. Lebenswoche vermittelt und meistens auch nicht einzeln. Oftmals stellt der Züchter explizite Fragen nach den räumlichen Gegebenheiten des neues Zuhauses der Katzen, fragt nach Balkonnetzen oder Freigang. Das ist immer ein gutes Zeichen. Manche wollen sogar das neue Heim besuchen, um sich zu vergewissern, dass es den Katzenbabys gut gehen wird.

drei Katzenbabys schlafen

Flickr / ThreadtoDemocracy

Darüber hinaus wird er Sie auch dahingehend mustern, ob die von ihm gezüchtete Rasse die Wesenszüge hat, die Sie von Ihrem neuen Mitbewohner erwarten, denn jede Rasse hat ihre eigenen Eigenheiten wie Ruhebedürfnisse, Freiheitsdrang oder Lebhaftigkeit.

Er wird auch einen Kaufvertrag mit Ihnen abschließen, in dem geregelt ist, was passiert, wenn das Kitten unerwartet Probleme bereitet oder erkrankt. Darüber hinaus teilt er Ihnen mit, womit er die Babys gefüttert hat und gibt einem auch dieses Futter für die ersten Tage mit.

 

 

Papiere und Tierarztuntersuchungen

Eine Rassekatze hat natürlich Papiere. Hiermit kann man genau den Stammbaum des Kätzchens nachvollziehen. Katzen aus seriöser Zucht sind auf ihre spezifischen Erbkrankheiten hin getestet. Die Ergebnisse sollte der Züchter vorlegen können. Natürlich sollten die Kätzchen grundimmunisiert und entwurmt sein, was man anhand des Impfpasses nachvollziehen kann.

 

Zucht-Katzenbabys – der Preis

Okay, kommen wir nun zur Kehrseite dieser schönen Beschreibungen eines optimalen Züchters – zum Preis. Man kann Kätzchen aus der Zucht von etwa 350 bis 1000 Euro bekommen, je nachdem, um welche Rasse und um welche Farbgebung es sich handelt. Manche Rassen sind schwerer zu verpaaren und zu züchten als andere und manche Farbergebnisse sind schwerer zu erreichen als andere. So sind beispielsweise rein rote Fellfarben recht schwierig. Die Züchter müssen sich, wie bereits oben angesprochen, mit der Vererbungslehre auskennen, um ihre Zuchtziele zu erreichen.

Manche Menschen fragen sich, ob der Preis für eine Rassekatze gerechtfertigt ist. Ob man eine Hauskatze oder unbedingt eine Rassekatze haben will, ist eine Grundsatzdiskussion. Wenn man sich allerdings für ein Rasse-Katzenbaby entscheidet, dann kann man mal betrachten, welche Ausgaben die Züchter damit haben. Der Preis für das Kitten muss also folgendes decken:

  • Mitgliedschaft im Züchterverein, Eintragung der Zucht
  • Informationsmaterial, Austausch mit anderen
  • Gewährleistung einer katzengerechten Umgebung, heißt: mehr Miete, weil viele Katzen mehr Platz benötigen, mehr Katzenmobiliar, weil es verschleißt.
  • Kosten für Muttertier
  • Deckkosten für den Deckkater, tierärztliche Untersuchung des Katers
  • Spezialfutter für tragende Kätzinnen, tierärztliche Kontrolle
  • Geburt: Kosten für Komplikationen, Kaiserschnitt etc.
  • Hochwertige Nahrung für die Babys, Streukosten, Spielzeug
  • Ausstellungskosten für Stammbäume
  • Impfkosten, Entwurmungskosten, mitunter Chip-Kosten
  • Besuch beim potentiellen Käufer, manchmal auch zweiter Besuch nach dem Kauf

Hier ist noch nicht der Zeit- und Nervenaufwand eingerechnet, den kleine Katzenbabies mit sich bringen.

kleines Kätzchen in der Hand

Flickr / jilalllyn

Die Frage ist also nicht, ob ein Katzenbaby soviel kosten muss, sondern eher, ob es wirklich so hochwertig versorgt wurde, wie es nötig ist, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Ob dies der Fall ist, sollte man durch gezielte Fragen herausbekommen. Lässt man seine Katze öfters werfen, verstößt man gegen die Zuchtregeln, kann aber einen höheren Gewinn für sich einstreichen. Seien Sie also achtsam.

 

Kätzchen vom Züchter – Verhalten

Die Babys sollten nicht fremdeln, das heißt, sie sollten neugierig auf den hereinkommenden Menschen zugehen. Natürlich gibt es immer mal wieder ein scheueres Kätzchen im Wurf, wenn jedoch alle Katzen sich verkriechen, wenn Sie die Wohnung betreten, ist das ein Zeichen von schlechter Sozialisation. Wenn die Katzenbabys jedoch auf Sie zukommen und auf Ihrem Schoß herumtollen, dann haben sie sich ihren neuen Menschen schon ausgesucht.

 

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