Katzenkrankheiten
Häufige Katzenkrankheiten
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Häufige Katzenkrankheiten
Flickr / Mad Wraith

Ist meine Katze krank?

kranke Katze schläft

Flickr / woodleywonderworks

Wenn die Katze sich anders verhält als gewöhnlich, ist es möglich, dass sie erkrankt ist. Hier findet man eine Liste der häufigsten Krankheiten bei Katzen mit Kurzbeschreibungen.  In jedem Fall sollte man bei Verdacht auf eine der aufgeführten Katzenkrankeiten – vom typischen Gewölleerbrechen und leichtem Durchfall abgesehen – einen Tierarzt auf suchen und das Kätzchen untersuchen lassen.

 

Katzenseuche: Die eigentlich unter dem Namen „Katzenseuche“ bekannte Panleukopenie ist eine Viruserkrankung, die durch die Infektion mit dem Felinen Panleukopenie-Virus der Gattung Parvovirus ausgelöst wird. Diese Katzenkrankheit zeigt sich meistens durch erhebliche Verdauungsstörungen wie anhaltendem Durchfall, aber auch Fieber und Mattigkeit. Leider ist der Ausgang meistens tödlich.

Katzenschnupfen: Unter diesem Ausdruck werden verschiedene Atemwegserkrankungen zusammengefasst, die durch die Infektion mit unterschiedlichen Erregern – Viren oder Bakterien – ausbrechen können. Diese Katzenkrankheiten zeigen sich an den Augen und an den Schleimhäuten des Munds und der Nase. Der Katzenschnupfen kann ebenfalls tödlich enden und sollte daher nicht mit einem harmlosen Schnupfen – den Katzen auch bekommen können – verwechselt werden.

Milben und Flöhe bei Katzen: Diese beiden Tiere gehören, wie auch Zecken, zur Familie der Ektoparasiten, dies bedeutet, dass es äußerliche Parasiten sind, die sich vom Blut oder Hautschuppen der Katze ernähren. Da diese nicht nur einen heftigen Juckreiz auslösen, sondern auch Krankheiten übertragen können, müssen befallene Kätzchen zum Tierarzt.

Würmer: Wie bereits oben gesagt, kommen Würmer bei Katzen ab und zu vor, wenn sie nicht entwurmt sind. Die in die Gruppe der Endoparasiten fallenden Würmer sind – bis auf Ausnahmen – lästig, aber eher harmlos für das Tier. Es gibt die unterschiedlichsten Wurmarten,von denen das Kätzchen befallen werden kann, dazu gehören Bandwürmer, Fadenwürmer und Saugwürmer.

Durchfall bei Katzen: Wenn Katzen Durchfall haben, kann das mehrere Ursachen haben, von denen einige harmlos sind. Das Tier kann zum Beispiel etwas gegessen haben, was es nicht so gut verträgt – in dem Fall sollte das Problem innerhalb eines Tages allein verschwinden. Darüber hinaus kann Durchfall bei Katzen aber auch eine Begleiterscheinung einer ernsthaften Erkrankung wie einer Leberstörung sein.

der Tierarzt kann oft helfen

Flickr / Mel B.

Erbrechen: Neben dem normalen Erbrechen von Gewölle oder Erbrechen nach „Überfressen“ kann es auch ein Zeichen verschiedener Erkrankungen sein, wenn die Katze sich erbricht. Dies kann von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit über eine Entzündung des Magens bis hin zu Nierenerkrankungen reichen.

Nierenprobleme: Die sogenannte „Chronische Niereninsuffizienz“ ist ebenfalls eine der häufigsten Katzenkrankheiten. Wenn sich das Nierengewebe entzündet, können die Nieren der Katze nicht mehr so arbeiten, wie sie es sollten. Die Folgen davon zeigen sich unter anderem im Unwillen des Tieres, Nahrung aufzunehmen. Es trinkt dafür mehr und setzt mehr Urin ab, des Weiteren wirkt es müde, bekommt stumpf aussehendes Fell und erbricht sich häufig. Leider kann die allmähliche Einstellung der Nierenfunktion nicht vollständig ausgeheilt, sondern nur deren Begleiterscheinungen reduziert werden, weswegen die Niereninsuffizienz die Katzenkrankheit ist, an der die meisten älteren Wohnungskatzen sterben.

Schilddrüsenüberfunktion: Bei Katzen wird eine Schilddrüsenüberfunktion auch als feline Hyperthereose bezeichnet. Dies ist eine Störung im Hormonhaushalt des Kätzchens, welche eine Gewichtsabnahme trotz gleichzeitiger erhöhter Aufnahme von Nahrung zur Folge hat.

Katze mit Alopezie

wikipedia.org / Denis Barthel

Haarausfall: Der medizinische Fachausdruck für Haarausfall bei Katzen ist Alopezie. Man unterscheidet zwischen endokriner Alopezie, welche auf Hormonstörungen der Katze basiert und Alopezie, welcher psychologische Ursachen wie eine Zwangsstörung zugrunde liegt.

Katzenleukämie: Diese Katzenkrankheit kann durch den Kontakt mit dem felinen Leukämievirus ausgelöst werden, wenn die Katze nicht über ein ausreichend stabiles Immunsystem verfügt. Die Erkrankung führt erstmal zur Reduzierung oder Verweigerung der Nahrungsaufnahme und zur allgemeinen Müdigkeit, im weiteren Verlauf kann es vereinzelt zur Bildung von Tumoren kommen. Da die Leukämie nicht heilbar ist, müssen die erkrankten Katzen oft eingeschläfert wewrden.

FIP: Die feline Peritonitis (FIP) ist eine Katzenkrankheit, welche sich neben anderen Symptomen durch eine Entzündung des Bauchfells äußert. Sie hat ihre Ursache in der Ansteckung mit dem Coronavirus und führt schnell zum Tod, wenn sie sich manifestiert hat.

Toxoplasmose: Mehr als die Hälfte aller deutschen Wohnungskatzen trägt Antikörper gegen das Toxoplasmose-Virus in sich, was bedeutet, dass diese schon mal mit dem Virus Kontakt hatten. Nicht in allen Fällen muss der Kontakt mit dem Virus auch eine Erkrankung bedeuten. Dann aber kann es zu Durchfall, Erbrechen, Beschwerden beim Atmen und bei Babykatzen sogar zum Todesfall kommen.

Parodontitis: Zahnprobleme gehören ebenfalls zu den häufigsten Katzenkrankheiten. Leidet die Katze unter Parodontiris, so bedeutet das, dass eine Entzündung des Zahnfleisches vorliegt. Die Folge ist – neben den Schmerzen – eine Lockerung der Zähne.Die Entzündung kann auch auf die Schleimhäute übergehen, was eine Futteraufnahme dann zur schmerzhaften Prozedur macht.

 

Bitte bei allen Angaben zu Krankheiten beachten: Diese Informationen stellen keine fachliche Beratung dar.

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